Kurzbericht

Ortschaftratssitzung am 2. Juli 2013:

 

 

Ortsvorsteher Dieter Gugenhan berichtete über die gut besuchte Bürgerinformationsveranstaltung am 21. Juni 2013 zur geplanten Neugestaltungsmaßnahme „Marienplatz/Mühlbachstraße.“ Markus Lämmle von der Kommunalentwicklung erläuterte bei der Bürgerinfo die geplante gestalterische Aufwertung des öffentlichen Raums zugunsten einer verbesserten Barrierefreiheit und Verkehrssicherheit, die Begrünung mit der Pflanzung von Bäumen, die Neuordnung der Parkierung und Möglichkeiten einer attraktiven Beleuchtung. Herr Lämmle zeigte auch viele Beispiele von Maßnahmen, bei denen die Neugestaltung nicht an den öffentlichen Flächen endete, sondern in anschließenden privaten Flächen eine Fortsetzung fand. Wolfgang Flieger vom Ingenieurbüro Junginger + Partner konnte von den Anwohnern konstruktive und wertvolle Anregungen für die Ausführungsplanung mitnehmen.

Die Befürchtung einiger Anwohner, einige quer zur Fahrbahn verlaufende Granitpflaster-Streifen würden zu lauteren Rollgeräuschen führen, wurde vom Ortschaftsrat diskutiert. Herr Gugenhan erläuterte, dass nach Aussagen des Planers die Pflasterstreifen wichtig für die Verkehrsberuhigung und Gestaltung seien. Außerdem sollen Steine verwendet werden, die die Lärmbelastung kaum erhöhen. Der Ortschaftsrat sprach sich deshalb für die Umsetzung der jetzigen Planung aus.  Außerdem wurde über den Vorschlag einer Tempo-20-Zone diskutiert. Ortschaftsrat Manfred Bomm sprach sich mit der Begründung dafür aus, dass es sich hier um den historischen Ortskern handelt. Der Vorschlag fand aber keine Mehrheit im Gremium. Durch die geplanten baulichen Maßnahmen erhofft sich der Ortschaftsrat eine Verlangsamung des motorisierten Verkehrs. Es seien eher mehr Kontrollen notwendig, als unterschiedliche Geschwindigkeitszonen in den Wohngebieten. Viele Fragen gab es auch zur Parkplatzsituation. Der Ortsvorsteher ist überzeugt, dass sich die Parksituation nicht verschlechtern, sondern eher etwas verbessern wird. Bei der Grundschule sollen 5-6 Parkplätze geschaffen werden. Vor der Entscheidung über die Auswahl der Bäume, plant der Ortschaftsrat noch eine Besichtigungsfahrt.

Auch Vertreter des Kirchengemeinderates und der Architekt für den Kirchenumbau,

Norbert Behringer, hatten an der an der Info-Veranstaltung teilgenommen, was den Ortsvorsteher freute, da die „Freiflächengestaltung Marienplatz“ und die Gestaltung des Kirchenvorplatzes und der Außenanlagen in enger Abstimmung mit der Kirche erfolgen soll.

Von Seiten der Planer wurde mitgeteilt, dass die Maßnahme in 4 Monaten abzuwickeln sei. Es wurde deshalb empfohlen, die Neugestaltung nicht – wie zunächst geplant - in mehreren Abschnitten zu realisieren.

Im Rahmen der Mittelanmeldungen zum Haushaltsplan 2014 wurde einstimmig der Beschluss gefasst, dass für das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) für das Jahresprogramm 2014 ein Antrag auf Aufnahme in das Förderprogramm für die Kommunale Wohnumfeldmaßnahme „Neugestaltung Ortsmitte – Bereich Marienplatz/Mühlbachquelle“ gestellt werden soll.

Es wird beantragt, im Haushalt 2014 Mittel für diese Maßnahme einzustellen. Die Ausführungsplanung und Kostenschätzung wird  in der nächsten

Sitzung am 24.09.2013 vorgestellt.

Einstimmig beschlossen wurde außerdem, für die Sanierung der Fassade

des Rathauses Mittel bereitzustellen. Der Außenputz am Rathaus hat feuchte Stellen und die Farbe löst sich.

Bekanntgegeben wurden die Baugenehmigungen zweier Vorhaben, zum einen der

Garagenneubau für 16 Doppelgaragen und Carports entlang der alten Landesstraße

unterhalb der Pfingsthalde und zum anderen der Neubau eines Einfamilienhauses

im Neubaugebiet Langwiesen. Der Ortsvorsteher äußerte seine Bedenken, ob dieses Bauvorhaben, bei dem es sich um ein Holzblockhaus handelt, in die Umgebung passt. Wobei der Bebauungsplan zur Gestaltung keine Vorgaben mache und deshalb eine Genehmigung zu erteilen sei.

Am 25.06.2013 fand eine Fahrzeug- und Fußgängerzählung zur Klärung des Bedarfs einer Ampel in der Ortsmitte statt. Gemäß den Richtlinien für die Anlage und Ausstattung von Fußgängerüberwegen wird bei den vorliegenden Fahrzeugzahlen keine Fußgängersignalanlage erforderlich.

Was die Beteiligung an der Finanzierung der Instandsetzung des Waldtraufweges

anbelangt, so konnten sich die Ortschaftsräte bei einer Gegenstimme dazu durch-

ringen, sich mit 10 Prozent  der Kosten an dieser Maßnahme des Stadtbezirks Stötten zu beteiligen, dies wären 685 Euro für den Stadtbezirk Eybach, die aus

dem Feldwegebudget bezahlt werden. Die Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins wird aus finanziellen Gründen keine Änderung der Wegemarkierung auf den Plänen durchführen. Beim Wanderparkplatz in Stötten soll aber ein Hinweisschild auf den Weg Richtung Eybach angebracht werden.

Herr Gugenhan zeigte anhand von Fotos die Lage nach den starken Niederschlägen

Ende Mai/Anfang Juni. Handlungsbedarf sieht er vor allem im Neubaugebiet Lang- wiesen. Am Ende der Stichstraße „Am Vogelberg“ hatte sich ein kleiner See auf den bislang unbebauten Grundstücken gebildet. Ursache hierfür sei ein kleiner Bach oberhalb des Baugebiets der massiv angeschwollen war. Auch das bei der Eybbrücke in der Ortsmitte angeschwemmte Geröll müsse entfernt werden.

Anfang August soll im unteren Bereich der Pfingsthalde eine Fahrbahnsanierung durchgeführt werden. Die Oberflächenbehandlung mit Bitumen und Splitt ist deutlich preisgünstiger als das Auffräsen und Erneuern einer Fahrbahn. Der Splitt als Trägermaterial muss 2-3 Wochen liegenbleiben. Die Anwohner werden noch informiert.

Ortschaftsrat Arno Braunschmid beklagte die zunehmende Vermüllung auf dem Himmelsfelsen, dort wären sogar zwei Feuerstellen angelegt worden. Ortschaftsrat Alexander Pink wies auf die Vermüllung des neuen Spielplatzes in den Langwiesen hin, wo zerschlagene Flaschen zurückgelassen worden seien. Der Ortsvorsteher versprach, sich dieser Sache anzunehmen.

Herr Bomm kritisierte die Mähung der voll in der Blüte stehenden Streuobstwiese beim Friedhof durch den städtischen Bauhof bei starkem Regen, entsprechend hätte die Wiese danach ausgesehen. Vereinbart war, dass erst nach der Blumenpracht gemäht werden dürfe.

Das Spielmobil des Stadtjugendrings wird am 30. und 31. Juli jeweils ab 14 Uhr

zum Bolzplatz beim Friedhof kommen.

Angelika Wahl