Kurzbericht  über die

Ortschaftsratssitzung Eybach vom 16. Oktober 2014:

 

Mit einer von Oberbürgermeister Frank Dehmer initiierten Schweigeminute wurde bei der jüngsten Ortschaftsratssitzung dem verstorbenen langjährigen ehemaligen Gemeinderat und Ortschaftsrat, Heiner Bäurle,  gedacht. Herr Dehmer bedauerte, dass er ihn leider nicht mehr persönlich kennenlernen durfte und würdigte dessen Engagement und Lebenswerk.

Der OB vereidigte Ortschaftsrat Markus Wolf für eine weitere Amtsperiode, dieser

hatte an der letzten Sitzung nicht teilnehmen können. Abschied galt es hingegen

von zwei langjährigen Ortschaftsräten und Kommunalpolitikern, der Lehrerin Rose Kimmel und dem Journalisten und Krimiautor Manfred Bomm, zu nehmen. Diese hatten auf eigenen Wunsch nicht mehr für eine weitere Amtsperiode kandidiert.

Ortsvorsteher Dieter Gugenhan bedankte sich bei beiden Ortschaftsräten für ihr jahrzehntelanges Wirken und erinnerte an die wichtigsten Ereignisse und Beratungs-

Punkte der letzten 30 Jahre im Ortschaftsrat. Bei Frau Kimmel sei es ihr klarer Blick für Sachfragen gewesen, die dem Gremium und ihm ganz persönlich in den letzten 10 Jahren immer eine große Hilfe gewesen seien. Besonders erwähnte der Ortsvorsteher das Aufgreifen oder kritische Hinterfragen neuer Themen. Die Entwicklung der Grundschule habe ihr natürlich, als langjähriger Lehrerin, besonders am Herzen gelegen, führte er weiter aus.

Bei Manfred Bomm hob der Ortsvorsteher hervor, dass er sich mit viel Ausdauer und

der nötigen Portion Hartnäckigkeit für die Belange Eybachs  eingesetzt habe. So war es sein besonderes Anliegen, dass die Stadtbezirke ein eigenes Budget bekamen und seit vielen Jahren habe er sich auch massiv für  die Verschönerung und Neugestaltung des Ortskerns stark gemacht, was nun realisiert werde. Seine Berichte von den Sitzungen des Ortschaftsrates, als Redakteur der GZ, sowie auch seine lokal geprägten Krimis haben Eybach weit über die Grenzen hinaus bekannt gemacht, erklärte Gugenhan. Auch seine

Auftritte beim Fasching blieben unvergesslich, fügte der Ortsvorsteher hinzu.

Rose Kimmel war dem Gremium am 01.05.1975 beigetreten, sie trägt die Ehren-

nadel in Gold des Gemeindetags BW bereits seit fünf Jahren.  Manfred Bomm erhielt

diese Auszeichnung jetzt von OB Frank Dehmer.  Außerdem erhielten beide ein Luftbild von Eybach überreicht. Der Oberbürgermeister würdigte die langjährigen Verdienste. Auch  Ortsvorsteher Gugenhan hatte für beide ein besonderes Geschenk; sie erhielten jeweils eine Bildercollage mit alten Postkartenmotiven von Eybach.

Beide bedankten sich für die Ehrungen und Geschenke. Frau Kimmel blicke gerne

zurück, erinnerte an  merkwürdige Tagesordnungspunkte (1. TOP = Einführung der

künstlichen Besamung)  und welcher Kampf es einst gewesen sei, damit die Schule ein Telefon bekommen habe. Die letzte Ortschaftsratssitzung habe gar auf dem Friedhof begonnen, schilderte sie dabei augenzwinkernd.

                                                        - 2 -

Manfred Bomm freute sich, dass OB Dehmer gekommen sei. 30 Jahre habe es

gedauert, dass die Umgestaltung des Eybacher Ortskerns Realität wurde.

Er bedauere dabei nur, dass die Mühlbachquelle zubetoniert bliebe.

Er wies den Oberbürgermeister auf die Verantwortung der Stadt gegenüber ihren Stadtbezirken hin. Was ihm sehr am Herzen liege, sei auf die Notwendigkeit des Ortschaftsrates hinzuweisen und er rate dem Gremium, nicht zu verzagen, wenn gewisse Prozesse lange Zeit in Anspruch nehmen würden.

Der Ortsvorsteher informierte noch über den Stand der Baumaßnahmen von der Neugestaltungsmaßnahme Marienplatz/Mühlbachquelle. Das Fremdwasserproblem konnte durch das Entfernen der Platte im Bereich des Mühlbachs und Bau eines Sickerschachts weitgehend behoben werden. Im Zuge der Bauarbeiten werden vom AEW die Dachständer-Hausanschlüsse auf Erdkabel umgestellt.

Baumbestattungen seien laut Herrn Gugenhan künftig möglich, noch im Oktober

werde dafür ein Ginkobaum auf der Rasenfläche vor dem Gräfl. Friedhof gepflanzt. Bis zum Frühjahr werden 2 weitere Bänke im linken Bereich des

Friedhofs aufgestellt, dies war eine Anregung von Frau Kimmel bei ihrer

letzten Ortschaftsratssitzung gewesen. Außerdem soll dort auch der Kiesweg

zum Wasserbrunnen saniert werden.

Die historischen Schleifspuren auf der alten Waldhauser Steige seien in der

Zwischenzeit wieder freigelegt und in der Drehhalde und im Quellenweg ein Dünnschichtasphalt aufgetragen worden, gab der Ortsvorsteher weiter bekannt.

Von Anwohnern aus dem Bereich Öschle/Eibenstraße, die derzeit über die Umleitungsstrecke fahren, war angeregt worden, einen Spiegel im Kreuzungsbereich Mühlsteige/Steigstraße aufzustellen. Der Ortsvorsteher hat die Anfrage an die Verkehrsschau weitergegeben.

Angelika Wahl