Aus der Beratung des Ortschaftsrats Eybach vom 10. Mai 2016

Vorstellung des Waldbewirtschaftungsplans auf der Gemarkung Eybach

Zur jüngsten Sitzung des Ortschaftsrates begrüßte Ortsvorsteher Dieter Gugenhan Revierforstleiter Gottfried Schön und Graf Ferdinand von Degenfeld, die über den Waldbewirtschaftsplan auf der Gemarkung Eybach informierten. Im Vorfeld hatten sich Anwohner über eine zunehmende Verschattung ihrer Grundstücke aufgrund der immer höher werdenden umliegenden Waldbäume beklagt.

Herr Schön sah aus seiner Sicht keinen Handlungsbedarf, da die Bebauung nicht nah genug wäre, dass eine größere Beeinträchtigung vorhanden sein könne. Bei der naturgemäßen Waldbewirtschaftung werde kein Kahlschlag sondern eine regelmäßige Durchforstung durchgeführt. Gerade in Hanglagen sei eine Mischung von standortgerechten Baumarten unterschiedlicher Dimension und Alter Voraussetzung für eine hohe Einzelbaumstabiltät. Außerdem handle es sich beim Eybtal mit Nebentälern um Naturschutzgebiet. Hier sei ein Kahlhieb nicht genehmigungsfähig. Auf Nachfrage erläuterte Schön, dass der Bestand am Kappelesberg sein Wachstum noch nicht erreicht habe. Der Bestand sei erst rund 60 Jahr alt und bereits durchforstet.

Graf von Degenfeld zeigte anhand von Aufnahmen die Entwicklung des Waldes um Eybach. Es würden immer wieder Durchforstungsmaßnahmen erfolgen, entsprechende Bäume dürften aber erst  ab einem bestimmten Alter gefällt werden. Die Planungszeiträume der einzelnen Baumbestände lägen zwischen 80 und 200 Jahren. Wegen der Steilhanglage erreichen die Bäume eine Höhe von maximal 35 m. In den nächsten Jahren sei oberhalb der Pfingsthalde an der Hangkante eine Durchforstung bei den höheren Bäumen geplant.

Brandverhütungsschau Eybtalhalle

Bei einer Brandverhütungsschau in der Eybtalhalle waren Brandschutzmängel festgestellt worden. Auf der Bühne müsse eine feuerbeständige Trennwand zum Magazin und den Lagerräumen hergestellt und im Außenbereich, wegen des Notausgangs von der Bühne, ein Container des Turnvereins entfernt werden. Weiter habe der Brandschutzgutachter bemängelt, dass der Bauwagen eine konkrete Gefahr darstelle, zumal dort auch eine Feuerstelle eingebaut sei, erklärte der Ortsvorsteher. Ein Abstand von mind. 5 m zur Eybtalhalle müsse unbedingt eingehalten werden.

Mit anwesenden Vertretern des Bauwagens wurde überlegt, was man tun könne, um den Jugendtreff erhalten zu können. Aus Sicht des Ortsvorstehers sei ein Jugendtreff für Eybach wichtig. Der Bauwagen habe seit 1991 seinen festen Platz hinter der Eybtalhalle. Mehrere Vorschläge wurden diskutiert, eine Trennwand zwischen Halle und Bauwagen oder eine Verschiebung des Bauwagens. Als Vertreter des Bauwagens erklärte Andreas Knopf, dass allein für den Neubau des Vorraumes mit Materialkosten von ca. 4.000 € gerechnet werden müsse. Gugenhan berichtete, für das Abgraben der Böschung und Befestigen der Fläche an einem neuen Standort würden Kosten von mindestens 15.000 € entstehen. 

Der Ortschaftsrat beschloss deshalb einstimmig, in Abstimmung mit dem Brandschutzgutachter, zunächst den finanziellen Aufwand einer Brandschutz-Abtrennung zwischen Halle und Bauwagen zu prüfen. Eventuell verursachen eine Abtrennung oder Maßnahmen an der Halle weniger Kosten und der Bauwagen könnte am bisherigen Standort stehen bleiben.

Verkehrsrechtliche Regelungen im Bereich Marienplatz

Das Ordnungsamt der Stadt Geislingen (Straßenverkehrsbehörde) hat Beschwerden erhalten, dass im Bereich „Marienplatz“ teilweise auf dem Gehweg geparkt wird. Fußgänger (z.B. mit Rollator) kommen an den Fahrzeugen dann nicht vorbei und seien gezwungen auf die Straße zu wechseln. Insbesondere im Bereich der Mühlbachbrücke gebe es Probleme, erklärte der Ortsvorsteher.

In Abstimmung mit der Verkehrsschau habe das Ordnungsamt vorgeschlagen, einen verkehrsberuhigten Bereich zu gestalten. Dies würde u.a. bedeuten, dass ein Parken  nur noch in ausgewiesenen Markierungen zulässig wäre und im Bereich des „Marienplatzes“ dann nur noch an wenigen Stellen geparkt werden könne. Die Ortschaftsräte zeigten sich von dem Vorschlag der Straßenverkehrsbehörde wenig begeistert und sprachen sich einstimmig gegen die Gestaltung eines verkehrsberuhigten Bereiches aus.

Stattdessen sollten die Anwohner darauf hingewiesen werden, dass auf dem Gehweg nicht geparkt werden darf. Ansonsten ist die Straßenverkehrsbehörde gezwungen, verkehrsrechtliche Maßnahmen anzuordnen.

Lärmaktionsplanung Geislingen

Im Rahmen der Erstellung des Lärmaktionsplans wurden für die Stadt Lärmkarten erstellt. Für den Umgebungslärm an Straßen wurde bei der Ortsdurchfahrt Eybach ein dringender Handlungsbedarf festgestellt. Bürgerinnen und Bürger waren aufge-rufen, bis Ende April 2016 ihre Einschätzung der Lärmbelästigung wissen zu lassen und Vorschläge zur Lärmverringerung zu machen.

Der Ortsvorsteher zählte vom Umweltbundesamt genannte Maßnahmen auf.

Der Ortschaftsrat hat bereits im Rahmen der Mittelanmeldung zum Haushaltsplan 2016 beantragt, in Abstimmung mit dem Land, für die Ortsdurchfahrt eine Verkehrskonzeption zu erstellen.

Aus Sicht des Ortschaftsrates könnte sich durch eine geänderte Straßenraumgestaltung auf der Ortsdurchfahrt eine Verringerung des Lärmpegels ergeben. Durch den Wegfall äußerer Fahrstreifen zugunsten eines Parkstreifens oder eines Radverkehrsweges würde sich eine Vergrößerung des Abstandes von der Fahrspur zu den Gebäuden ergeben und dadurch zu einer Verringerung der Lärmpegel wie auch zu einer zusätzlichen Verringerung der Lärmwahrnehmung führen.

Weiter sollte bei der Sanierung der Ortsdurchfahrt ein lärmmindernder Asphalt eingebaut werden.

Tourismus, Kultur & Freizeit

Seit März 2016 ist die neue Homepage der Ortsgruppe des Schwäbischen Albvereins mit Wandervorschlägen und vielen Bildern online. Herr Gugenhan bedankte sich beim Albverein für das Engagement. Bei der Landesstraße werden an der Abzweigung zur Felsentalstraße Hinweisschilder zum Parkplatz am Eingang zum Felsental angebracht. Nach Abschluss der Planungen für das Freizeitwegekonzept soll 2017 in Abstimmung mit dem Sachgebietsleiter Tourismus und Stadtmarketing, Stephan Durant, eventuell am Parkplatz beim Felsental eine Tafel von den Eybacher Sehenswürdigkeiten aufgestellt werden.

Bekanntgaben

Das zur der Verfüllung des ehemaligen Luftschutzstollens „Rubin“ vorgesehene Material ist laut Staatl. Hochbauamt Ulm eine Zusammensetzung aus Gesteinsmehl, Zement und Wasser.

Die Huttanzgesellschaft plant am Samstag, den 21.05.2016, mit dem Beginn der Maßnahme für die Gestaltung des Maibaumplatzes. 

Die Fertigstellung der Bushaltestelle in der Ortsmitte ist vom Bauhof in der KW 19 geplant.

Dem Bauvorhaben Im Öschle (Einbau einer Dachgaube) und dem Neubau eines Einfamilienhauses im BG Langwiesen wurde zugestimmt.

Die Ausbesserung des Feldweges  auf der Stöttener Anhöhe von der Hütte Hagmeyer Richtung Franzosenkübel, konnte vom Bauhof wegen Personalmangels noch nicht ausgeführt werden.

Der Arbeitskreis Familien- und Ahnenforschung war bislang in Räumen des Geislinger Albwerks untergebracht. Seit April 2016 befindet das Archiv in Eybach, in der Von-Degenfeld-Straße 15 (im ehem. Verkaufsladen Metzgerei Häberle). Die Einweihung findet am 03.07.2016 statt.

Der Bebauungsplan „Zwischen Roggentalstraße und L 1221“ wird spätestens nach der Sommerpause vom Planungsamt erarbeitet sein und vorgestellt werden können.

Die Straßensanierungsarbeiten 2016 im Stadtgebiet werden vom Technischen Ausschuss am 11.05.2016 vergeben. Zwei größere Asphaltdeckensanierungen sind in Eybach in der Rösgasse und in der  Mühlbachstraße vorgesehen. Während der Bauzeit wird es zu starken Behinderungen für den Anliegerverkehr kommen. Es wird zeitweise nicht möglich sein, die anliegenden Grundstücke zu befahren und in der Straße zu parken. Die Bürger würden aber rechtzeitig über den Beginn der Arbeiten vom Stadtbauamt informiert, erklärte Herr Gugenhan.

Angelika Wahl

Schriftführerin im Ortschaftsrat Eybach